Vielseitiges Heiztalent - Beheizung
des Kachelofens funktioniert nicht nur mit Holz
Neben dem beliebten Brennstoff Holz gibt es
zahlreiche andere Möglichkeiten, Ihrem Kachelofen oder
-Kamin richtig einzuheizen. Die Alternativen: Pellets, Kohle,
Öl und Gas, Warmwasser und sogar Sonnenlicht.
Pellets: Mit Holzpellets steht
eine der günstigsten Heizmöglichkeiten zur Verfügung.
Die kleinen Röllchen aus naturbelassenem Holz haben es
wirklich in sich: Der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets
entspricht ungefähr einem halben Liter Heizöl. Für
die Verbrennung gibt es spezielle Heizeinsätze. Lagerung
der Pellets und Befüllung der Öfen sind dank der
neuesten Technik ein Kinderspiel.
Kohle ist im Kachelofen nach
wie vor up to date. Denn sie hat sich im Dauerbrand jahrzehntelang
bewährt. Und durch spezielle Dauerbrandeinsätze
wurden Abbrand und Emissionswerte beträchtlich verbessert.
Der Einsatz von Öl und Gas
im Kachelofen ist kein Problem. Ihr Vorteil: Diese Brennstoffe
bieten ein überaus praktisches, sauberes Handling, da
die Heizanlage per Knopfdruck aktiviert wird und das manuelle
Einfüllen von Brennstoffen entfällt.
Wer keine Möglichkeit hat, seinen Kachelofen
direkt zu befeuern, kann diesen auch an die vorhandene Warmwasser-Zentralheizung
anschließen. Wasser ist ein ideales
Medium, um über ein Rohrsystem Kachelflächen aufzuheizen.
Kachelofen und Solaranlage
sind heute technisch ausgereifte Systeme, die einen hohen
Bedienungskomfort und eine große Versorgungssicherheit
gewährleisten. Es bietet sich daher an, diese beiden
Heizsysteme in einem bivalenten System miteinander zu verbinden.
Mit dem in Kraft treten der Energieeinsparverordnung
zum 1. Februar 2002 ist der Niedrig- energiehausstandard bei
neuen Gebäuden zur Regel geworden. Sie stellt an Planer
und Bauherren neue Anforderungen, schafft aber auch größere
Freiräume für integrative Lösungen zwischen
innovativer Heiztechnik für das Gebäude.
Der zulässige Energiebedarf von Neubauten wird um durchschnittlich
30% gesenkt. Damit wird das Niedrigenergiehaus im Neubau zum
Standard. Um diese Spielräume effektiv zu nutzen - und
um Bau- und Betriebskosten zu sparen -, muss die Gebäudetechnik
von Anfang an in die Gebäudeplanung einbezogen werden.
Ein Kachelofen ist der ideale Partner für
das Niedrigenergiehaus. Geldbeutel und Umwelt werden gleichermaßen
geschont. Hochmoderne Heizeinsätze optimieren den Abbrand,
Heizleistung und Energieausbeute wurden beträchtlich
gesteigert und der Schadstoffausstoß auf ein Minimum
reduziert. So erreichen etwa Warmluftkachelöfen - je
nach Brennstoff - einen Wirkungsgrad von annähernd 90%
bei einer Nennwärmeleistung von bis zu 15 Kilowatt. Als
Faustregel werden für gut wärmegedämmte Häuser
heute ca. 35 Watt Heizleistung/qm2 Wohnfläche angesetzt
und für Altbauten ca. 70 bis 100 Watt.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft der deutschen
Kachelofenwirtschaft e.V., 2002 |